Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Juni 2026
§ 1 Geltungsbereich & Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung der Anwendung und Website „Vaynor" (nachfolgend „Dienst"), angeboten von Andreas Kirchbichler, Hochweg 13D, 85055 Ingolstadt (nachfolgend „Anbieter"). Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Leistungsbeschreibung
Vaynor ist eine cloudbasierte Anwendung, die Nutzer bei Planung, Organisation, Gewohnheits-Tracking, Zielsetzung und Finanzübersicht unterstützt und hierfür KI-gestützte Funktionen bereitstellt. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif (Light, Standard, Gold). Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst weiterzuentwickeln und Funktionen anzupassen, solange der wesentliche Kern der vereinbarten Leistung erhalten bleibt.
§ 3 Vertragsschluss & Registrierung
Zur Nutzung ist eine Registrierung mit einem Nutzerkonto erforderlich. Mit Absenden der Registrierung gibt der Nutzer ein Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Kontos zustande. Der Nutzer sichert zu, dass seine Angaben wahr, vollständig und aktuell sind.
§ 4 Kostenlose Testphase
Sofern angeboten, kann der kostenpflichtige Dienst für einen Zeitraum von 14 Tagen kostenlos getestet werden. Wird das Abonnement nicht vor Ablauf der Testphase über die Kündigen-Funktion im Nutzerkonto beendet, geht es automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Der Nutzer wird vor Ablauf der Testphase per E-Mail informiert.
§ 5 Preise & Zahlungsbedingungen
Kostenpflichtige Tarife (Standard: € 7,99 / Monat, Gold: € 14,99 / Monat) werden im Voraus abgerechnet. Zahlungsabwicklung über Stripe; akzeptiert werden Kreditkarte, Debitkarte und SEPA-Lastschrift. Alle Preise sind Endpreise; aufgrund der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
§ 6 Laufzeit & Kündigung
Das Abonnement verlängert sich automatisch um den gewählten Abrechnungszeitraum, sofern es nicht rechtzeitig vor Ablauf über die Kündigen-Funktion im Nutzerkonto beendet wird (§ 312k BGB). Die Kündigung ist jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums möglich.
§ 7 Widerrufsrecht
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten in der Widerrufsbelehrung. Das Widerrufsrecht erlischt bei digitalen Dienstleistungen vorzeitig, wenn der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der 14-tägigen Frist begonnen wird, und er seine Kenntnis vom damit verbundenen Verlust des Widerrufsrechts bestätigt hat (§ 356 Abs. 5 BGB).
§ 8 KI-gestützte Funktionen — Nutzung auf eigene Verantwortung
Der Dienst nutzt KI-Sprachmodelle (u. a. Anthropic Claude API), um Empfehlungen, Zusammenfassungen, Vorschläge und andere Ausgaben automatisch zu generieren. Für diese KI-Ausgaben gilt ausdrücklich:
- KI-generierte Inhalte werden automatisch erstellt und können inhaltliche Fehler, Ungenauigkeiten oder veraltete Informationen enthalten.
- Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Eignung der KI-Ausgaben für einen bestimmten Zweck.
- Alle Empfehlungen, Vorschläge und Ausgaben des Dienstes sind unverbindliche Informationen und kein Ersatz für fachkundigen Rat.
- Der Nutzer ist verpflichtet, alle KI-generierten Inhalte — insbesondere Kalendereinträge, Aktivitätsvorschläge und Finanzinformationen — vor einer Handlung eigenverantwortlich zu überprüfen.
- Vaynor ist ein Werkzeug zur persönlichen Organisation, keine automatisierte Entscheidungsinstanz.
§ 9 Finanzinformationen — kein Ersatz für Anlageberatung
Wichtiger Hinweis: Vaynor ist kein zugelassener Finanzdienstleister. Alle im Dienst angezeigten Finanzinformationen, Portfoliodaten, KI-generierten Investitionsideen und Marktdaten sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt.
Im Einzelnen gilt:
- Angezeigter Finanzinformationen, Kurse und Marktdaten stammen von Drittanbietern und können verzögert, unvollständig oder fehlerhaft sein. Eine Gewähr für deren Aktualität oder Richtigkeit wird nicht übernommen.
- KI-generierte Investitionsideen, Portfolioanalysen oder Kommentare zu Wertpapieren stellen keine Anlageberatung, Vermögensverwaltung oder Finanzanalyse im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) oder der MiFID II dar.
- Jede Entscheidung über den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Kryptowährungen oder anderen Finanzinstrumenten trifft der Nutzer ausschließlich eigenverantwortlich und auf eigenes finanzielles Risiko.
- Bei finanziellen Entscheidungen empfiehlt sich die Beratung durch einen zugelassenen Finanzberater oder eine Bank.
Der Anbieter haftet nicht für Vermögensschäden, die aus der Nutzung oder dem Vertrauen auf im Dienst angezeigte Finanzinformationen oder KI-Vorschläge entstehen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
§ 10 Aktivitäts- & Gesundheitsempfehlungen
Der Dienst kann wetterbasierte Aktivitätsvorschläge, Sport- oder Freizeitempfehlungen generieren. Diese Empfehlungen sind ausdrücklich unverbindlich und kein Ersatz für medizinischen, sportmedizinischen oder gesundheitlichen Fachrat. Es gilt:
- Aktivitätsvorschläge berücksichtigen keine individuelle Gesundheitslage, körperliche Einschränkungen oder persönliche Risikofaktoren des Nutzers.
- Der Nutzer handelt bei der Ausübung von Aktivitäten auf eigene körperliche Verantwortung und eigenes Risiko.
- Bei gesundheitlichen Einschränkungen, Erkrankungen oder Unsicherheiten ist vor Beginn einer Aktivität ärztlicher Rat einzuholen.
- Der Anbieter haftet nicht für körperliche Verletzungen, Unfälle oder Gesundheitsschäden, die im Zusammenhang mit auf Basis von App-Empfehlungen ausgeübten Aktivitäten entstehen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
§ 11 Kalender & Terminverwaltung
Der Dienst bietet eine KI-gestützte Kalendererfassung, bei der der Nutzer Termine in natürlicher Sprache eingeben kann. Für diese Funktion gilt:
- KI-generierte Kalendereinträge können fehlerhaft sein (falsches Datum, falsche Uhrzeit, falscher Inhalt). Der Nutzer ist verpflichtet, alle automatisch erstellten Einträge zu überprüfen.
- Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch fehlerhafte, fehlende oder nicht angezeigte Kalendereinträge entstehen — insbesondere nicht für verpasste Termine, Fristen oder damit verbundene Folgeschäden.
- Für fristgebundene oder geschäftskritische Termine ist stets eine gesonderte Überprüfung durch den Nutzer erforderlich.
§ 12 Drittanbieter-Dienste & APIs
Der Dienst integriert Drittanbieter-APIs (u. a. KI-Modelle, Marktdaten, Wetterdaten). Für diese gilt:
- Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle, Fehler oder Datenqualitätsprobleme dieser Drittanbieter.
- Vorübergehende Nichtverfügbarkeit von Drittanbieter-Diensten berechtigt nicht zur Kündigung oder Minderung des Abonnements, sofern der Ausfall nicht durch den Anbieter verschuldet ist und unverzüglich behoben wird.
- Bei Nutzung von KI-Funktionen werden vom Nutzer eingegebene Inhalte zur Verarbeitung an den KI-Anbieter (Anthropic) übermittelt. Details: Datenschutzerklärung.
§ 13 Pflichten des Nutzers
Der Nutzer ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten, den Dienst nicht missbräuchlich oder rechtswidrig zu nutzen und keine schädlichen Inhalte einzugeben. Für die vom Nutzer eingegebenen Inhalte ist der Nutzer selbst verantwortlich.
§ 14 Haftung des Anbieters
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Für Schäden aus der Nutzung KI-generierter Inhalte, Finanzinformationen oder Aktivitätsempfehlungen gelten die Haftungsausschlüsse in §§ 8–11. Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftung bleibt unberührt.
§ 15 Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Wartungsarbeiten, Störungen oder Ausfälle von Drittanbietern können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
§ 16 Änderung der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn ein triftiger Grund vorliegt und der Nutzer nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden mit einem Vorlauf von mindestens 30 Tagen per E-Mail angekündigt.
§ 17 Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
§ 18 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts; zwingende verbraucherschützende Vorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.